Winterreifenpflicht gilt seit dem 04.12.2010
Der Bundesrat hat den Regierungsentwurf zur Winterreifenpflicht genehmigt. Bereits in der ersten Dezemberwoche ist mit dem Inkrafttreten dieser Neuregelung zur rechnen, denn diese tritt schon am Tag nach ihrer Veröffentlichung in Kraft.
Was bisher nur relativ schwammig geregelt war, wird jetzt konkret. Künftig gilt:
Sommerreifen sind bei winterlichen Straßenverhältnissen verboten!
Das gilt für sämtliche Kraftfahrzeuge die auf der Straße bewegt werden, also auch für motorisierte Zweiräder. Wer ab dem Zeitpunkt des Inkrafttretens der Winterreifenpflicht bei Schnee oder Eis noch mit Sommerreifen unterwegs ist, riskiert ein Bußgeld in Höhe von 80 Euro. Um dies zu vermeiden, sollten Sie noch schnell Ihr Auto mit Winterreifen oder Ganzjahresreifen ausrüsten.
Ganz wichtig: Sie dürfen sich nicht darauf verlassen, dass der Fahrzeughalter die notwendigen Vorkehrungen trifft. Als Fahrer eines Kraftfahrzeugs müssen Sie darauf achten, dass das Fahrzeug – auch ein Mietwagen - mit Winterreifen ausgestattet ist. Die Winterreifenpflicht ist eine Verhaltenspflicht. Für den Verstoß wird – wie z.B. bei einer Geschwindigkeitsüberschreitung auch - der Fahrer haftbar gemacht.
Zwar mag das Bußgeld so manchen Autobesitzer nicht davon abhalten, trotzdem mit Sommerreifen zu fahren, allerdings sollten Sie darauf achten, dass Sie unter Umständen auch Ihren Versicherungsschutz riskieren.
Schon in der Vergangenheit konnte sich die Haftpflichtversicherung auf ein Mitverschulden des Fahrzeughalters berufen, wenn sich bei winterlichen Straßenverhältnissen aufgrund der Sommerbereifung ein Unfall ereignete. Künftig wird damit zu rechnen sein, dass sich die Versicherung zu 100% auf einen Haftungsausschluss wird berufen können, wenn das Fahrzeug trotz Schnee oder Eisglätte mit Sommerbereifung gefahren und ein Unfall verursacht wurde. Selbst wenn Sie an dem Unfall keinerlei Verschulden treffen sollte, werden Sie damit rechnen müssen, dass die Versicherung Ihre Ansprüche kürzen wird, wenn Sie mit Sommerreifen gefahren sind.


